Hohenloher Filmclub erfolgreich auf Landesfilmwettbewerb

Singen (Hohentwiel) 05. und 06.03.2016

Der Landesverbandes Baden-Württemberg des Bund Deutscher Film Autoren (BDFA) richtete den 81. Filmwettbewerb aus, der am ersten März-Wochenende diesmal in Singen unter dem imposanten Hohentwiel stattfand. 37 Filme wurden gezeigt. Nicht nur die Genres waren breit gefächert, sondern auch die gewählten Darstellungsformen. Bei den Genres bekamen Naturfreunde genauso viel zu sehen wie Reiselustige und Fernweh geplagte. Die Filme führten uns nach Afrike in Oasen, ließen uns mit Löwen kämpfen und führten uns in rituelle Gebräuche der Einwohner ein. Auch nahm uns der Autor Jardine A. Gomes vom Filmclub Ravensburg an der Hand und führte uns durch Indien. Wir nahmen so Kontakt mit Einheimischen auf. Dies hätten wir sicher in einer Pauschalreise nicht erleben könnten. Ein besonderes Highlight war der einzige Spielfilm. Der nicht, wie man vermuten könnte das Abendprogramm füllte, nein, er war nur eine Minute lang. Dafür glänzte er gleich mit zwei Pointen. Die Naturfreunde konnten sich über eine erfolgreiche Renaturierung auf Föhr freuen. Ja, hier könnte ich noch weitermachen und von Persien berichten, eine Radtour durch den Wald oder das Hospiz in Weinsberg.

Ein Film wird wohl vielen in Errinerung bleiben. "Hegau meine Landschaft" wird vom Maler und Filmemacher Hansueli Holzer erzählt. Holzer führt uns mit seinen Landschaftbildern und seiner ruhigen Simme durch den Hegau und gibt uns Einblicke in sein Leben als Maler. Man wird eins und gleitet durch die Lanschaften. Ein gelungener Film, der nicht nur die Jury sondern auch das Publikum so beeindruckt, dass beide den Film als besten des Wettbewerbs küren.

  • Ein 1. Preis für den Film "Oberrot" von Tom Krug und Frank Lauter

Der Filmclub Hohenlohe war am Filmwettbewerb mit fünf Filmen vertreten, sowie einer Koproduktion mit dem Ludwigsburger Filmclub. Hier die Erfolge:
1. Hallia Venezia von Reinold Elbel: Ein Film über den Karenval nach venezianischem Vorbild in Schwäbisch Hall, der immer acht Tage vor Rosenmontag stattfindet. Errang einen 2. Preis
2. Eine ganz heiße Nummer von Uwe Vollrath: Beschreibt die Abläufe bei einem Brand von der Meldung bis was geschieht danach. Gezeigt mit einem Schmunzeln. Errang einen 3. Preis
3. Kopfkino von Frank Lauter: Ja, eine Geschichte kann man auch erzählen, wenn man sich Verkehrsschilder ansieht. Errang einen 1. Preis
4. Schwäbisch Hall im Zeitraffer von Frank Lauter: Einen Tag in Schwäbisch Hall zusammengerafft in 2 Minuten. Errang einen 2. Preis
5. Hometrail von Philipp Rösner: Rasante Downhill-Radtour durch den dichten Wald in imposanten Bildern. Errang einen 3. Preis
6. Oberrot von Thomas Krug und Frank Lauter: Ein Dorf stellt sich vor, gemixt mit Tradition und Fortschritt. Errang einen 1. Preis

Vergeben wurden die Preise von einer fünfköpfigen Jury. Fachkundig wurden die besonderen Highlights des einzelnen Films hervorgehoben, wie zum Bespiel ein durchgängiges Konzept, besonders passende Musikuntermalung. Doch auch Kritisches wurde dargestellt, was auffiehl und nicht so gelungen war. Zu viel Informationen, zu wenig informationen, die Schnitte falsch plazier, langatmig, viel zu kurz. Ja das hört sich kontrovers an. Aber es kommt halt immer daruf an. Wo das eine Stillmittel passt ist es im anderen Film störend und macht eher etwas kaputt.

Hier ein Beispiel unserer angemeldeten Filme:

Schwäbisch Hall im Zetraffer von Frank Lauter
Auf jeden Fall waren es zwei schöne, informative und kurzweilige Tage in Singen. Das Filmteam des Filmclub Hohenlohe bedankt sich bei den Ausrichtern für den gelungenen und "gut gewürzten" Landesfilmwettbewerb, sowie bei den Juroren, die mit Maß und Verstand die Filme bewertet hatten.

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